Sonnig

nach einem miesen Start in den Tag, einer sehr emotionalen Phase mittendrin bin ich jetzt einfach nur sonnig - hach ist das schön

15.1.07 15:18, kommentieren

voller Gefühl

Ich höre gerade die CD "rakkaus on lumivalkoinen" von Yö und bin von einer Welle der Gefühle überrollt worden. Die Stimme von Olli Lindholm erinnert mich an etwas - und ich komme nicht darauf an was. Wohl an Finnland. Aber da ist noch mehr und ich komme nicht darauf was es ist. Es ist bitter-süß, ich würde am liebsten weinen. Kein negatives, trauriges Weinen - einfach nur weinen und dieses Gefühl  ausleben.

Es hat etwas sehr melancholisches, etwas nicht nur schönes ... aber ich kann es nicht festhalten, kann kein Bild davon machen was ich eigentlich meine.

Ich weiß nur, dass ich in diesem Moment meine Familie sehr vermisse. Ich würde einiges dafür geben jetzt in der Küche meiner Großeltern zu sitzen, in dem guten Schaukelstuhl den man schon von der Eingangstür aus sieht (die anderen sind auch gut, aber ich will diesen EINEN) und um mich herum meine Großeltern und einige Onkel und Tanten. Das wäre schön ... das wäre beruhigend. Es wäre wie Balsam für meine Seele.

Heimweh.

Aber selbst das erfaßt es noch nicht ganz. Es ist als würde ich mich an einen ganz bestimmten Tag erinnern. Oder es versuchen. Aber er wird nicht klar.

Es bleibt nur die Sehnsucht.

 

Se sattuu, mut haavaa ei tee 

15.1.07 10:15, kommentieren

alle 4

Mittlerweile leben die 4 alle zusammen in einem - okay, Asche auf mein Haupt - zu kleinen Käfig. Der Neue ist aber schon in Bau - die MDF Platte schon da, ebenso das PVC. Es fehlen nur noch die Gläser und die Streben. Aber auch die kommen bald, keine Sorge. Dann ziehen die 4 Heuköpfe (liebevoll gemeint) in ihr neues Reich - 2,40x0,80m und im Laufe der Zeit kommt noch eine 2. Etage dazu, die wird wesentlich kleiner, aber immerhin kommt so noch ein wenig mehr Platz dazu.

Die Kastration hat gut geklappt, die Vergesellschaftung 6 Wochen später auch. Die Rangordnung scheint mittlerweile geklärt, aber ich habe sie noch nicht durchschaut. Platz 1 hat eindeutig Jinx. Ob danach mein kleiner Wittgenstein oder Pebbles kommt, habe ich nicht erkennen können. Letztere haben sich schon sehr gestritten, aber es wurde nicht blutig.

Wittgenstein genießt es aber sichtlich nicht mehr alleine zu sein und hinter den Weibern herzulaufen. So hat sich die Einzelhaft dann doch gelohnt.

Ich werde es aber vermissen wenn sie nicht mehr im Wohnzimmer sind (okay, das herumfliegende Streu werde ich nicht vermissen), habe mich so daran gewöhnt, dass ich ihr Geschnatter immer hören kann. 

1 Kommentar 2.1.07 11:32, kommentieren

Ein Jahr ...

Ein ganzes Jahr vorrüber ... es ist viel geschehen. Einiges schönes - wie der Urlaub, der Umzug, meine Schweinchen. Anderes was weniger schön war ... ein Todesfall, mehrere Streitereien, Krankheiten, die klassischen Geldsorgen. Alles in allem aber ein gutes Jahr - wirklich schlimm war "nur" der Todesfall. Der auch wirklich ein loch gerissen hat, aber der Mensch paßt sich ja so gut an.

Es gab in dem Jahr wirklich große Einschnitte und Veränderungen. Allen voran das Verlassen des Nestes - was aber sehr gut geklappt hat.

2005 war ein durchweg tolles Jahr, es war klar, dass 2006 nicht genauso gut werden konnte. 2006 war ein Jahr das in die Kategorie "okay" fällt. Mit Hoch und Tief. 2007 darf gerne wieder wie 2005 werden: Ein durchgängiges Hoch!

Mal sehen wie es wirklich kommt ... 

2.1.07 11:23, kommentieren

es ist Freitag

Ich gehe meine mails durch und stoße auf eine von meinem Chef, die ich einfach nicht so ganz verstehe, obwohl sie an sich einfach ist. Ich soll etwas machen - aber ich komme mit seiner Formulierung nicht klar.

Was mache ich? Denke "schickst du mal an die Sekretärin und fragst was er will" - schreibe also "Kannst du mir mal übersetzen was er will?" drunter und schicke ab. Öhm ... tja. Was ist das dümmste was einem da passieren kann? Richtig! Man überlegt plötzlich "ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich nen Empfänger ausgesucht habe!" HILFE!

Ein Blick in den "gesendet" Ordner sagt "Die mail ging als Antwort an den Chef". Oh no!

Erst mal zur Sekretärin rennen zwischen lachen und weinen sagen was passiert ist. Kurzfirstig überlegen, ob man an seinen Rechner (denn er sitzt zufällig gerade im Nebenzimmer statt in seinem) gehen und die mail löschen soll. Dann schnell zurückrennen, mittlerweile in einem großen Lachanfall angekommen und mit Tränen in den Augen und japsigem Atem noch eine mail an ihn schreiben "Die mail war eigentlich für Frau xxxxxx gedacht, aber vielleicht können Sie mir ja auch helfen "

Weil ich so laut lache, kommt er rein und sieht was los ist "Sie werden es wissen wenn sie ihre mails lesen"

 

Er kam mit einem Lächeln zurück - dabei hat er kaum Humor. Ich meinte nur "es ist Freitag" ...

10.11.06 12:43, kommentieren

alle 4

haben mittlerweile einen Namen und haben sich halbwegs eingelebt. Hier die Liste der Bewohner:

Wittgenstein,Professor Wittgenstein, um genau zu sein. Er ist schild-patt und ein Rex. Und sooooo süß. Im Käfig ist er meist ängstlich (kein Wunder, der Arme lebt alleine bis er kastriert wird - ich hoffe im November!) und man muss ihm viel Zeit lassen bis er einem Futter aus der Hand klaut. Wenn er es macht, verschwindet er schnell im Häuschen und knabbert geräuschvoll vor sich hin.

Er kann sehr laut rufen - nach Futter und nach den Damen neben an. Bevorzugt sitzt er auf seinem Häuschen und schielt zu ihnen hinüber macht sichlang und versucht zu ihnen zu kommen und manchmal - wenn eine Dame besonders nah kommt - brommselt er sie an. Er popcornt regelmäßig durch seinen Käfig und es verwundert einen immer wieder wie hoch er doch springen kann.

Er zwickt gerne mal in den Finger um zu testen, ob er nicht doch eine verkleidete Gurke ist. Auf dem Arm ist er manchmal richtig kuschelig. Legt sein Köpfchen ab, macht die Augen halb zu und scheint zu genießen.

Jinx die Oma, sozusagen, schild-patt weiß, ebenfalls Rex. Stolze 1100 Gramm. Sie ist eher der Ruhepol (nur morgens bekommt sie regelmäßig ihre 5 Minuten) und sie ruft auch nicht sonderlich laut oder viel. Dafür ist sie die Erste vorne am Törchen, wenn man mit Futternachschub kommt und schnappt es aus der Hand,schlingt es schnell runter und will Nachschub.

Sie verteidigt Kuschelrolle und Häuschen, je nachdem was ihr gerade schöner erscheint.

Auf dem Arm ist sie ruhig, aber nicht so genießerisch wie Wittgenstein. Sie schnuppert lieber mal hier mal da ohne sich dabei sonderlich bewegen zu müssen.

Willow ist der goldagouti Rosettenmix und sehr quirlig. Sie sitzt gerne auf dem Häuschen und jagt durch den Käfig, übt Popcornsprünge und wackelt beim muigen mit den Ohren. 

Sie kommt auch zum Törchen und holt sich zögerlich ein Leckerchen ab, traut der Sache aber nur an manchen Tagen, an andere läßt sie sich von ihrer kleinen Spielgefährtin anstecken und spielt Angstschwein.

Kuscheln ist nicht ihr Ding, sie ist eine Entdeckerin. Sie klettert auf einem rum, läuft übers Sofa, schnuppert und versteckt sich mal, aber ruhig bleiben und sich streicheln lassen? Nur sekundenweise.

Pebbles ist ein schild-patt englisch crested und eine Schönheit und die Kleinste im Bunde. Sie setzt sich gerne in den Heuhaufen in der Hängematte und läßt sich da auch nur verscheuchen wenn Jinx rein will - vielleicht besser so, die Matte könnte vielleicht unter dem Gewicht der beiden nachgeben. 

Sie popcornt gerne und steckt Willow mit ihrer quirligen Art an, hat aber noch großen Respekt wenn die Hand Futter reichen will. Dann kommt sie manchmal auf 5mm an das Leckerchen ran und zuckt dann in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit zurück und belegt die Kuschelröhre mit Beschlag. Da sie also keine Extraleckerein bekommt, hat sich Willow ihrer angenommen und jagd ihr ab und an ein Stück, das dann gemeinschaftlich verspeist wird.

Auf dem Arm ist sie mittlerweile auch entspannter. Sie ist je nach Tagesform kuschelig oder unternehmungslustig und kann wahnsinnig laut muigen. Sie stellt die anderen in den Schatten ihrer Stimme. 

Es ist toll, dass alle 4 schon einen so ausgeprägten Charakter haben und es ist eine Freude sie zu beobachten oder mal raus zu holen. Definitiv 4 Traumschweine!

24.10.06 11:30, kommentieren

Das Parfum

Das Parfum von Patrick Süskind

Alle Welt redet vom Film, alle Welt schwärmt vom Buch, von der Geschichte, von der Sprache, davon eine Sinneswahrnehmung, die man weder im Buch noch im Film vermitteln kann, so lebendig rüberzubringen.

Da ich dachte "den Film will ich sehen", kam ich zu dem Schluss "erst das Buch lesen!".

Soviel vorweg: Dank dieser Idee habe ich mir das Geld für den Kinobesuch gespart.

Was soll an dem Buch so wahnsinnig gut sein? Ich fand es sprachllich durchschnittlich, nicht holperig geschrieben, aber auch kein überraschender Lesefluss. Die Geschichte ist langatmig, fesselt einen nicht, baut keine Spannung auf, keine Sympathien. Man findet zu keiner Figur einen Zugang, sieht alle als recht platte Facetten und da es die Geschichte eines Mörders ist, wartet man auf die Spannung, die ein Mord wohl wecken sollte. Endlich (!) kommt der erste Mord und man denkt "nun gut, bisher war es nichts nennenswertes, aber vielleicht wird es jetzt wenigstens ein guter Krimi. Oder eine gute psychologische Studie der Mörders.". Aber nein, beides tritt nicht ein. Der nächste Mord geschieht erst unendlich viele Seiten später, Spannung ist ein Fremdword, Psychologie ... nun ja. Die lebendige Sinneswahrnehmung versteckte sich auch vor mir - lediglich ein "hm, nicht übel so gut riechen zu können" kam in mir auf.

Man beißt sich tapfer durch die Seiten, würde mittlerweile schon jede Perversion willkommen heißen, weil man sich dann wenigstens aufregen könnte, aber so recht will das Buch nicht. Immerhin, zwischendurch gibt es ein paar Seiten bei denen man denkt "und, bekommt er sie jetzt oder bekommt er sie nicht?" aber lange hält auch diese zurückhaltende Spannung nicht an und am Ende des Buches blieb nur ein:

Okay, wenigstens bekommt er das, was er verdient hat.

Auch wenn einen das nicht für die vielen langweiligen Seiten entschädigt, durch die man sich mühsam vorarbeiten mußte.

Wie schön, dass ich weder für den Film, noch für das Buch Geld ausgegeben habe - denn das konnte ich mir ausleihen, weil es genug arme Menschen gab, die es sich gekauft haben. 

1 Kommentar 24.10.06 10:50, kommentieren